Zahlreiche Gäste, Vertreterinnen und Vertreter der örtlichen Vereine sowie die diesjährigen Preisträger nahmen an
der feierlichen Veranstaltung teil, die erneut zeigte, wie vielfältig und engagiert das Ehrenamt in Nordwalde gelebt wird.
Bürgermeister Oliver Hordt sowie seine Stellvertreterinnen Annika Laukötter und Anita Heckötter-Hartel würdigten
drei Preisträgergruppen, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben:
die Historikerin Dr. Maria Hillebrandt, die Jugendfeuerwehr Nordwalde und das Ehepaar Manfred und Annette Hellenkamp.
„Gerade im Ehrenamt begegnen uns Menschen, die mit ihrem Einsatz, ihrer Zeit und ihrer Menschlichkeit ein Beispiel geben“, betonte Hordt. „Sie tun Gutes und tragen damit wesentlich zu unserer Gemeinschaft bei.“ Aus diesem Grund wurde der Heimatpreis NRW in Nordwalde gleich dreimal vergeben.
Die Laudatio auf Dr. Hillebrandt hielt Anita Heckötter-Hartel. Sie erinnerte daran, dass das frühere Heimatmuseum
an der Schulgasse nach Jahren der Nutzung aufgrund baulicher Mängel geschlossen werden musste. Mit der Sanierung des Herrenhauses auf dem Bispinghof und der Kooperation mit der Bürgerstiftung entstand schließlich das
„Schaufenster Heimatmuseum“. Dr. Hillebrandt habe diesen Weg maßgeblich begleitet – sachlich, bescheiden und
mit großem wissenschaftlichem Anspruch. Gemeinsam mit Mechtild Hueske investierte sie unzählige Stunden, bis die neue Ausstellung im April im Obergeschoss des Herrenhauses eröffnet werden konnte.
Da Dr. Hillebrandt verhindert war, nahm Hueske den Preis stellvertretend entgegen.
Ein weiterer Heimatpreis ging an die Jugendfeuerwehr Nordwalde. Annika Laukötter hob hervor, dass nahezu zwei
Drittel der heute aktiven Feuerwehrleute ihren Weg in der Jugendfeuerwehr begonnen haben. Dort würden Grundlagen für den späteren Dienst vermittelt und die besondere Gemeinschaft der Feuerwehr erlebt. Ihr Dank galt ausdrücklich auch den Betreuenden aus den Reihen der aktiven Wehr, die diese wichtige Nachwuchsarbeit ermöglichen.
Abschließend wurde das Ehepaar Hellenkamp geehrt, das sich seit über zwei Jahrzehnten für den Erhalt und die
Weiterentwicklung des Bispinghofs einsetzt. In Zeiten intensiver Diskussionen über mögliche Investoren oder eine
Bebauung des Geländes gehörten sie zu denjenigen, die sich klar für den Erhalt der historischen Anlage aussprachen. Mit großem persönlichen Einsatz und gemeinsam mit vielen Unterstützenden entwickelten sie ein tragfähiges Konzept, das schließlich zur heutigen Kulturinsel Bispinghof führte.
„Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger zolle ich meinen aufrichtigen Dank und Respekt vor diesem Lebenswerk“, sagte Hordt bei der Übergabe des Preises.
